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Dietmar Hopp – Der unverdiente Hass

Oktober 7, 2008

Dietmar Hopp – 68 Jahre alt – hat so ein Leben nicht verdient. Ein Leben voller Hass, ein Leben voller Drohungen. Was hat dieser Mensch nur angestellt, um so angesehen zu werden??? Eigentlich nicht viel. Diemar Hopp, geboren am 26. April 1940 in Heidelberg, absolvierte erst das Gymnasium (sicherlich nichts ungewöhnliches), dann ein Studium der Nachrichtentechnik bis 1966 in Karslruhe und schließlich fand er als ausgebildeteter Diplom-Ingenieur bei IBM seine erste Anstellung als Systemberater in Mannheim. 

Nach 4 Jahren IBM gründete er zusammen mit ehemaligen Kollegen, namens Hasso Plattner, Claus Wellenreuther, Hans-Werner Hecotr und Klas Tschira, 1972 das Softwarenternehmen „Systemanalyse und Programmentwicklung“. 1988 dann in die SAP AG umbenannt.

Viele dachten sicherlich, dass Dietmar Hopp alleine SAP gegründet und aufgebaut hat, dies war aber nicht so. Deswegen lohnt sich doch auch mal einen kurzen Blick auf die anderen 4 Mitgürnder zu werfen:

  • Hasso Plattner: Deutscher Unternehmer, gründete 1998 das „Hasso-Plattner-Institut“ für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam (Bereits über 200 Millionen Euro beträgt sein persönliches Engagement dabei)
  • Claus Wellenreuther: Leider keine weiteren Infos gefunden :(
  • Hans-Werner Hector sponserte Teile seines Vermögens in den kulturellen Bereich sowie der medizinischen Forschung, dafür erhielte er, zusammen mit seiner Frau Josephine Hector, am 19. Sptember 2003 das Bundesverdienstkreuz. Außerdem startete er 2001 die „Hector-Seminare“, dies ist ein Projekt für die langfristige Hochbegabtenförderung in den 4 Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). Bis jetzt existieren die in 3 Ballungsräumen: Karlsruhe, Mannheim und Heidelberg.
  • Klaus Tschira gründete 1995 die „Klaus Tschira Stiftung“, um die Naturwissenschaften, die Informatik und die Mathematik zu fördern. 1997 wurde von ihm die „European Media Laboratory“, ein Institut für angewandte Informatik, ebenfalls ins Leben gerufen. Als Dank wurde der, von ihn mitentwickelten, Kleinsatelliten DIVA nach ihm benannt. Im April 2000 entdeckte dieser den Kleinplaneten „KlausTschira“, dieser kreist in einer Umlaufbahn zwischen Mars und Jupiter um die Sonne.

Aber um zurück zu Dietmar Hopp zu kommen, von 1988 bis 1998 war er Vorstandsvorsitzender der SAP AG, die inszwischen über 51000 Mitarbeiter beschäftigt. Bis 2003 weiterhin noch Vorsitzender des Aufsichtsrates und bis Mai 2005 dort einfaches Mitglied. 2006 hielt Hopp noch 9,96% der Aktien von der SAP AG. 1995 gründete Hopp eine der größten Stiftungen Europas, die Dietmar Hopp Stiftung. Dieser er !!!70%!!! seiner SAP-Akten (ca. 28 Millionen Stück) überschrieb, dies entspricht einen Wert von ca. 4 Milliarden Euro. Aufgaben der Stiftung sind Förderungen in Bereichen Sport, Medezin, Bildung und Soziales.

Nach seinen Rückzug von SAP ist Hopp u. a. Haupteigentümer von Actris sowie der InterComponentWare AG geworden. Für die von November 2002 bis September 2005 gebaute SAP-Arena streckte Dietmar Hopp die Baukosten in Höhe von 70 Millionen Euro, auf eigenes Risiko, zinslos vor. Die Stadt Mannheim bezahlt die Baukosten in Raten zurück. Nach Ablauf der 30 Jahre geht die Arena dann in das Eigentrum der Stadt Mannheim über. Darüberhinaus wurden die beiden Trainingshallen, von der Dietmar-Hopp-Stiftung selbst finanziert. U. a. finden in der SAP-Arena die Heimspiele der Adler Mannheim (DEL) und des Handballvereins Rhein-Neckar-Löwen statt.

Er setzt sich u. a. auch für die Förderung des Sportnachwuches im Goflen (beim Golf Club St. Leon-Rot), bei den Adler Mannheim, den Rhein-Nacker Löwen und den FV Lauda (Fußball, Verbandsliga Nordbaden) ein. 1999 finanzierte Hopp das Stadion in Hoffenheim, wo Hoffenheim bis zur Spielzeit 2007/08 seine Heimspiele austrug. 2006 kündigte Hopp den Bau einer neuen Heimstädte, die Rhein-Neckar-Arena, gegenüber vom Auto- und Technikmusum Sinsheim, an der A6, an. Dieses Stadion ist ein komplett privat finanziertes Projekt von Dietmar Hopp, das auch Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 wird. Die Baukosten betrugen ca. 60 Millionen Euro. Ab der Rückrunde 2008/09 sollen dort die Heimspiele der 1899 Hoffenheim stattfinden.

Nebenbei unterstützt er auch noch medizinische Projekte sowie weiteres. Z. B. beschützte er im Januar 2007 mit einer persönlichen Spende von 300000 Euro den SV Waldhof Mannheim vor einer drohenden Insolvenz, nebenbei schenkte er Waldhof Mannheim noch 3 Millionen, aus seiner Stiftung, für den Bau und den Unterhalt eines neuen Jugendstützpunktes.

Darüber hinaus, bezahlt er weiterhin in Deutschland Steuern, er baut in Deutschland, er investiert in Deutschland. Anders als wie andere Milliardäre flüchtet er nicht über die Grenze in die Steuerparadiese. Nein, er unterstützt Deutschland und treibt nebenbei auch noch die Wirtschaft an. Also wieso wird dieser Mann so Niedergemacht, eigentlich müsste man Ihn ein Denkmal bauen. Oder wäre es uns alle lieber, wenn er sein Geld für sich behalten würde, ggf. noch in die Schweiz ziehen würde und Deutschland den blanken Hintern zeigt???

Dann würden Fans der Adler Mannheim oder der Rhein-Neckar-Löwen wieder jeden Tag bei der Stadt anklopfen, wie es mal mit einer neuen Halle aussieht, so wie es die Telekom Baskets Bonn jahrelang gemacht haben. Seit den Finalspielen 2007/08 spielen diese nun in den neu gebauten, u. a. durch Spenden finanzierten, Telekom-Dome.

Aber zurück zu 1899 Hoffenheim. Der aktuelle Tabellenzweite ist für Dietmar Hopp nicht nur ein zig beliebiger Verein wie jeder andere, sondern er kickte selber in seinen Jugendjahren dort als Stürmer. Also wieso wird sowas so kritisch gesehen, er unterstützt doch nicht irgeneinen Verein, sondern seinen Verein, mit dem er schon jahrelang innerlich verbunden ist. Gut, nur dank seiner finanziellen Unterstützung konnte Hoffenheim innerhalb von 18 Jahren von der Kreisliga A in die höchste deutsche Spielklasse aufsteigen. Aber immerhin hat er eine Bindung zu seinen Verein und hat z. B. kein Los gezogen, welchen Verein er den nun finanziel unterstützt, wie es wohl einige Menschen in England gemacht haben könnten.

Von 2001/02 bis 2006/07, größtens Teils unter Leitung des aktuellen Co-Trainer der Deutschen Nationalmannschaft, Hans-Dieter Flick, kämpfte sich Hoffenheim langsam aber sicher in Richtung dem Profifußballgeschäft. Ganze 6 Jahre hat also der Aufstieg von der Regionalliga in die 2. Liga gedauert, also eigentlich nichts ungewöhnliches. Der Aufstieg wurde dann mit den Ex-Schalketrainer Ralf Rangnick gefeiert, der selber sagt, dass er in Hoffenheim das machen soll, was er auf Schalke verboten bekommen hat. Nachdem anfänglich etwas stotternden Durchlauf von der Regionalliga in die Bundesliga, wurde Dietmar Hopp immer mehr gehasst, u. a. mit Banner und Sprechchören wurde er verhöhnt.

Bis zum Heimspiel in Dortmund passierte nicht viel, aber dann kam es um so schlimmer:

http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/bundesliga/vereine/hoffenheim/2008/09/23/hetze-gegen-dietmar-hopp/fans-mit-hass-plakat-10414068-kg.jpg

Mit der Unterschrift „Hasta la vista Hopp“ wurde dieses Plakat zum Synonym der Hopp-Beleidigungen. Jedoch ist dies nicht nur eine Beleidigung gewesen, sondern eine Auffordrungen zum Totschlag bzw. -schuss. Daraufhin zeigte Dietmar Hopp den 19-jährigen BVB-Fan an, zu Recht oder zu Unrecht, darüber kann diskutiert werden. Nur wieso hält man so ein Plakat überhaupt hoch und wie ist es ins Stadion gekommen??? Wer so ein Plakat hochhält, der hat es irgendwie nicht anders verdient, auf der anderen Seite wiederum, wurde dadurch fast die ganze Zukunft des 19-jährigen in den Sand gesetzt.

Am vergangenen Sonntag dann im DSF Doppelpass die Erklärung und das überraschende Angebot von Dietmar Hopp zu diesem Vorfall. Man hat bewusst gewartet mit der Strafanzeige, bei einer persönlichen Entschuldigung, hätte man gerne dadrauf verzichtet. Auch besteht immer noch für den 19-jährigen BVB-Fan die Chance, nach Hoffenheim zu kommen und sich persönlich zu über den Vorall zu entschuldigen. Danach wird die Strafanzeige sofort zurückgezogen. Als kleiner Tipp, falls du dies hier zufällig liest, mach es, oder willst du deine ganze Zukunft, durch einen Eintrag im Führungszeugnis, dadurch verbauen???. Darüberhinaus sprach Hopp auch noch über das Plakatverbot gegen ihn. Hoffenheim hat damit nichts zu tun, dies gesieht nicht durch eine Bitte von 1899 Hoffenheim, im Gegenteil, Hoffenheim hält sich bewusst aus seuchen Sachen heraus, um nicht unnötig ins Gespräch über das Thema zu kommen. Sollten also ab sofort Banner wie „Hopp(e) Hopp(e) Reiter, wenn er fällt dann schreit er“ im Stadion verboten sein, dann wendet euch doch mal nicht mit Wutgeschrei an Hopp bzw. Hoffenheim, sondern ruft bei eu’ren Heimverein an, und fragt was dies überhaupt soll und welcher Sinn dahinter steckt.

Also Leute, ich weiß nicht was viele gegen Dietmar Hopp und 1899 Hoffenheim haben, Hoffenheim ist zumindest aus eigener Kraft aufgestiegen und haben sich die Lizenz nicht von einen finanziell angeschlagenen höherklassigen Verein erkauft, wie es u. a. in der Basketball Bundesliga, z. B. von Köln und Frankfurt, praktisiert wurde. Diemter Hopp investiert sein Geld in Deutschland und für Deutschland, er zahlt Steuern hier, wohnt hier, kauft hier ein, hilft durch diverse Bauvorhaben der Wirtschaft und wie danken wir es Ihm???

Durch Anti-Hopp-Geschrei und negative Stimmung gegen Ihn. Denkt mal darüber nach, was der Scheiß überhaupt bringen soll, außer das abschreckende Beispiel, dass ein Milliardär sein Geld lieber nicht der Bevölkerung zurückgeben soll, sondern damit still und leise den Tot immer näher kommen soll, am Besten dann noch im Ausland. Ist dass das Ziel, was ihr alle wollt??? Dadurch tut ihr wirklich keinen einen Gefallen. Dietmar Hopp ist auch nicht als Milliardärssohn geboren, sondern hat sich sein Vermögen, gut auch mit Glück aber vor allem, mit Können selber aufgebaut und so wie er sich in diversen Interviews die letzten Jahre in verschieden Branchen gab, ist er sicherlich ein ganz netter Mensch, der sein Glück mit uns teilen will. Ich würde ihn z. B. auch gerne mal persönlich kennen lernen, leider wird sich dafür wohl kaum eine Möglichkeit finden.

Vielleicht gewinnt Hoffenheim, dank Dietmar Hopp, in einigen Jahren den Uefa Cup oder sogar die Champions League, schießt Topteams wie Manchester United oder Chelsea London mit mehreren Toren unterschied wieder zurück auf die Insel. Wieso nicht??? Dadurch könnte Deutschland vielleicht auch endlich wieder den 4. Champions League Platz zurückerobern. Aber bis dorthin wird es wohl noch Jahre dauern, sollte so etwas überhaupt eintreten. Ich wünsche 1899 Hoffenheim diese Saison mindesten einen Uefa Cup Platz, damit Sie nächste Saison auf internationaler Ebene den deutschen Fußball würdig vertreten können und nicht, wie heuer, Dortmund folgen, mit einen 1. Runden-AUS.

Wie immer, Rechtschreibfehler bitte nicht so streng sehen ;)